Dienstag, 29. November 2011

ESB und EIB stellen Darlehen von 235 Mio EUR für „intelligente“ Stromnetze in Irland bereit

Das irische Electricity Supply Board (ESB) und die Europäische Investitionsbank (EIB) unterzeichneten am 17. November 2011 ein Darlehen von 235 Mio EUR zur Finanzierung eines Investitionsprogramms von ESB, das eine intelligentere und nachhaltigere Stromnetzinfrastruktur in Irland fördern soll.

Aus dem Darlehen der EIB, der Institution der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen, werden 50% des 470 Mio EUR umfassenden Investitionsprogramms finanziert, das ESB Networks über einen Zeitraum von zwei Jahren durchführen soll. Das Programm betrifft Projekte, mit denen die von Windparks ausgehenden Übertragungs- und Verteilungsleitungen verbessert sowie die Effizienz der Stromnetze und ihre Fähigkeit, eine stärkere Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu erlauben, erhöht werden sollen. Es umfasst ferner die technische Planung eines nationalen Programms für eine intelligente Verbrauchserfassung (Smart Metering) und die erste Phase der Einrichtung einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in ganz Irland.

Das Programm umfasst die Bereitstellung von mehr als 270 km neuen Hochspannungsleitungen zur Verstärkung der bestehenden Übertragungsleitungen zwischen dem Südwesten, dem Westen und dem Nordwesten Irlands, die über eine beträchtliche Winderzeugungskapazität verfügen, und dem bevölkerungsreichen Osten. Die landesweite Stromverteilung wird von der Erneuerung und dem Austausch veralteter Anlagen profitieren, mit denen der steigenden Nachfrage Rechnung getragen wird. Die Kapazität der mehr als 8 000 km Leitungen umfassenden ländlichen Netze wird verdoppelt, und in Connemara in der Grafschaft Galway werden 140 km neue Verteilungsleitungen verlegt, um Probleme mit der Stromspannung in der Region zu verringern.

Das neue Investitionsprogramm für die Stromverteilung wird zudem besondere Konzeptionsanforderungen beinhalten, um den großflächigen Einsatz von intelligenten Stromzählern in Irland zu ermöglichen. Die Pläne für eine deutliche Steigerung der Nutzung von Elektroautos im Land werden durch die Einrichtung von 1 500 Ladestellen an Straßen und 2 000 Ladeeinrichtungen in Wohnhäusern unterstützt.

Die Europäische Investitionsbank hat ESB bereits früher Finanzierungsmittel für mehrere Energiegroßprojekte in Irland bereitgestellt. Gefördert wurden unter anderem Investitionsprogramme in den Bereichen gasbefeuerte Kraftwerke, Festland-Windparks und Stromnetze. Darüber hinaus hat die Bank auch andere Energieinfrastrukturprojekte in Irland finanziert, darunter die Gasnetze und den Bau der Stromverbundleitung zwischen Irland und Großbritannien.

Quelle: EIB
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