Samstag, 18. Juni 2011

Gastbeitrag: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom


Von » StromAuskunft

Ökostrom boomt. Gerade in den letzen Wochen nach den schrecklichen Ereignissen in Fukushima wechseln immer mehr Menschen auf sauberen Ökostrom. Kein Wunder, dass sich die rund 1000 Stromversorger in Deutschland auf die boomende Nachfrage einstellen. So gibt es mittlerweile weit über 1000 verschiedene Ökostromtarife in Deutschland. Für den Verbraucher ist es da nicht immer einfach, den Überblick zu behalten und sich für den richtigen Anbieter zu entscheiden, denn Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Generell versteht man unter Ökostrom die Stromgewinnung aus Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne, Biogas und Kraft-Wärme Kopplung. 


Um dem Verbraucher die Entscheidung etwas einfacher zu machen, existieren verschiedene Ökostrom Labels oder Gütesiegel, wie das ok-Power Label, das Grüner Strom Label, das Gütesiegel Öko-Strom, das TÜV - Zertifikat sowie RECS und EECS Zertifikate. Die beiden am weitgehendsten akzeptieren Gütesiegel sind das ok-Power Zertifikat und das Grüner Strom Label. Beide werden an Anbieter vergeben, die über gesetzliche Vorgaben und Mindeststandards hinaus einen Zusatznutzen für die Umwelt gewährleisten, indem Teile der Kundengelder in neue Anlagen für regenerative Energien investiert werden. 

Das RESC steht häufig in der Kritik von Umweltschützern und  Verbraucherzentralen. Sie sprechen im Zusammenhang mit RESC Zertifikaten von Etikettenschwindel und Grünfärberei, da durch den Handel eine Umettikettierung von z.B: Atomstrom in Ökoenergie ermöglicht werden.

Wer also echten Ökostrom beziehen möchte, der sollte bei der Wahl des Anbieters vorher prüfen, ob das Unternehmen den Ausbau von Wind-, Sonnen- und Wasserkraft fördert und somit zugleich den Ausstieg aus der Kernkraft beschleunigt. Zudem sollte das Unternehmen keine Verflechtungen zu Stromanbietern haben, die Kernkraft oder Kohlekraftwerke betreiben.
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